Die passende Fastenzeit für Deinen natürlichen zirkadianen Rhythmus
- juliagrunenberg5
- 3. Juli 2024
- 4 Min. Lesezeit

Intervallfasten hat in den letzten Jahren für viel Aufsehen gesorgt, also kennst Du wahrscheinlich auch seine Vorteile. Viele Menschen wissen aber nicht, dass auch das Timing beim Fasten eine wichtige Rolle spielt. Wenn Du das Fasten an den natürlichen zirkadianen Rhythmus Deines Körpers anpasst, kannst Du die Vorteile maximieren und langfristig durchhalten.
Was sind zirkadiane Rhythmen?
Zirkadiane Rhythmen sind die innere Uhr Deines Körpers. Sie regulieren den Schlaf-Wach-Rhythmus, signalisieren Deinem Körper, wann er Hormone wie Cortisol und Melatonin ausschütten soll, helfen bei der Steuerung der Körpertemperatur und beeinflussen verschiedene zelluläre Prozesse, von der Verdauung bis zur Zellteilung.
Äußere Signale, insbesondere Licht, helfen dabei, die innere Uhr des Körpers mit der Umgebung zu synchronisieren. Dieser Zyklus wiederholt sich ungefähr alle 24 Stunden.
Da sie an so vielen Prozessen im Körper beteiligt sind, können Störungen Deines zirkadianen Rhythmus Deinen Schlaf, Deine Stimmung, Deinen Appetit und Deine kognitiven Funktionen beeinträchtigen. Das kann erhebliche Auswirkungen auf Deine Gesundheit insgesamt haben.
Dein Chronotyp beeinflusst Deinen zirkadianen Rhythmus
Die zirkadianen Rhythmen laufen in der Regel parallel zum 24-Stunden-Tag, aber das Timing kann von Mensch zu Mensch variieren. Das erklärt, warum manche Menschen morgens fitter sind, andere morgens mehrere Stunden brauchen, bevor sie etwas essen können, und andere Schwierigkeiten haben, vor 23 Uhr einzuschlafen.
Der Rhythmus Deines Körpers hat also einen großen Einfluss auf Deinen Tagesrhythmus, und wenn Du gegen Deinen natürlichen Rhythmus arbeitest, wird Dein Tag wahrscheinlich anstrengender.
Wie der zirkadiane Rhythmus Verdauung, Appetit und Stoffwechsel beeinflusst
Unser zirkadianer Rhythmus läuft wie ein Uhrwerk. Essen zum falschen Zeitpunkt kann aber dieses Timing stören und den ganzen Tag durcheinanderbringen.
Hier sind ein paar wichtige Grundsätze, die Du beachten solltest, um Deinen zirkadianen Rhythmus zu stabilisieren.
Der Körper braucht nach dem Aufwachen 1-2 Stunden bis zur ersten Nahrungsaufnahme. Gib Deinem Körper die Chance, sich an den Wachzustand zu gewöhnen, bevor Du frühstückst. Manche warten am besten bis zur Mittagszeit mit dem Essen.
Die Verdauung dauert mehrere Stunden. Deshalb solltest Du mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen zum letzten Mal etwas essen. Snacks nach dem Abendessen verzögern die Regenerationsprozesse, die während des Schlafs ablaufen. Dein Körper kann diese Prozesse erst dann in Gang setzen, wenn das Essen verdaut ist.
Die Insulinempfindlichkeit ist früher am Tag höher. Das bedeutet, dass Dein Körper morgens und nachmittags besser in der Lage ist, Glukose zu verarbeiten – versuche also, Kohlenhydrate eher früher am Tag zu essen. Melatonin wird nachts (in Abwesenheit von Licht) ausgeschüttet und hemmt zu dieser Zeit auch die Insulinausschüttung. Wenn Du isst, wenn der Melatoninspiegel hoch ist (z. B. spät nachts oder früh am Morgen), kann das die Glucosereaktion Deines Körpers hemmen.
Wenn Du Deinen Alltag im Einklang mit Deinem natürlichen zirkadianen Rhythmus planen kannst, macht das nicht nur jeden Tag einfacher, sondern kann Dir auch helfen, mehr Vorteile aus dem Intervallfasten zu ziehen.
Beste Fastenzeit für Morgenmenschen: 18.00-10.00 Uhr
Für viele bedeutet Intervallfasten einfach nur, das Frühstück auszulassen. Aber wenn Du jeden Tag vor Sonnenaufgang aufstehst, solltest Du vielleicht nicht bis zum Mittagessen warten.
Wenn Du morgens etwas zu essen brauchst, dann solltest Du auf jeden Fall frühstücken, am besten gegen 10 Uhr. Dann solltest Du versuchen, Deine letzte Mahlzeit bis 18 Uhr zu beenden, damit Du auf jeden Fall eine Fastenperiode von 16 Stunden hast.
Machst Du Dir Sorgen, dass Du vor dem Schlafengehen wieder hungrig wirst? Dann trinke Unicity Balance zum Abendessen. Es hilft Dir, Dich länger satt zu fühlen, so dass es für den Rest des Tages nicht mehr so schwer ist, auf Essen zu verzichten.
Beste Fastenzeit für Nachteulen: 20.00 Uhr bis Mittag
Wenn Du von Natur aus abends wacher bist, neigst Du wahrscheinlich auch dazu, später am Tag zu essen und hältst das Frühstück sowieso für überbewertet. Der beste Fastenplan für Nachtschwärmer ist daher ein Fastenfenster, das später am Abend beginnt.
Beende Deine letzte Mahlzeit des Tages bis 20 Uhr und faste dann bis zum Mittag des nächsten Tages. Wenn Du trotzdem etwas brauchst, um morgens in Schwung zu kommen (so wie viele, die nicht für den Morgen gemacht sind), ist Unimate genau das Richtige für Dich. Trinke es direkt nach dem Aufstehen, um energiegeladen in den Tag zu starten und bis zum Mittagessen durchzuhalten.
Die beste Fastenzeit für alle dazwischen: Es kommt darauf an
Wenn Du irgendwo zwischen Morgenmuffel und Nachteule liegst, könnte jeder der beiden Zeitpläne für Dich geeignet sein. Probiere aus, wann Du am besten mit dem Fasten startest, um herauszufinden, welcher Zeitplan am besten zu Dir passt. Achte besonders auf das Hungergefühl und das Energieniveau Deines Körpers. Sie sind ein guter Anhaltspunkt dafür, zu welchen Tageszeiten du am besten fastest, unabhängig von Deinem Chronotyp.
Da die Nahrungsaufnahme Deinen zirkadianen Rhythmus (und damit auch Hunger und Verdauung) beeinflusst, ist es wichtig, einen festen Fasten-/Essensplan einzuhalten. Egal, ob Du am frühen Abend oder nach Sonnenuntergang mit dem Fasten beginnst, solltest Du Dich an jedem Tag der Woche an diesen Zeitplan halten und nicht mehr als 1-2 Stunden davon abweichen.
Intervallfasten, auf Dich zugeschnitten
Intervallfasten kann Dir helfen, Deinen allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern und je besser Du es an Deine Bedürfnisse und Deinen Alltag anpassen kannst, desto erfolgreicher wirst Du sein. Wenn sich Dein Fastenplan nach Deinem zirkadianen Rhythmus richtet, kannst Du ganz einfach mehr aus dem Intervallfasten herausholen – und so langfristig von seinen Vorteilen profitieren.





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